12.03.2009
Das Gesundheitssystem in seiner jetzigen Form stößt an Grenzen. Neben häufigen Todesursachen aufgrund von Herzkreislauferkrankungen oder Tumorerkrankungen nehmen vor allem die chronischen, unheilbaren Krankheiten zu. Dazu zählen zum Beispiel Diabetes mellitus, Parkinson oder Demenz. Ältere Menschen leiden häufig an mehreren Krankheiten gleichzeitig.
Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter - eine Tatsache mit schwerwiegenden Folgen. Für Prof. Dr. Norbert Wrobel, Klinikdirektor der Geriatrie und Frührehabilitation am Klinikum Bremen-Nord und Professor für Altersmedizin an der Universität Bremen, besteht aufgrund dieser Entwicklung ein klarer Zusammenhang zwischen Alter und Art der Erkrankung.
Um den demografischen Wandel und die zu behandelnden Krankheiten der Zukunft geht es bei der nächsten Veranstaltung der Reihe „Der alternde Mensch im Blickpunkt der Medizin“. Diese findet am Mittwoch, den 18. März, um 18 Uhr im großen Konferenzraum (Betriebsgebäude) des Klinikums Bremen-Nord statt. Darin geht es auch um Fragen zur Finanzierung des Gesundheitsversorgungssystems. Eine vollständige Genesung gelingt bei vielen Kranken nicht mehr. Betroffene mit mehreren Krankheiten sind oftmals auf intensive medizinische und pflegerische Versorgung angewiesen. Die Kosten dafür sind immens, die Gesundheitsversorgung der Zukunft steht vor neuen Herausforderungen, sagt Prof. Wrobel. Denn: Die qualitativ hochwertige Behandlung von älteren Menschen muss kontinuierlich aufrecht erhalten werden. Dazu sind neue Verfahren notwendig. „Ein gesellschaftlicher Diskurs zum Thema Gesundheit, Krankheit, Ethik, Ökonomie und effizienter Umgang mit Ressourcen ist unumgänglich“, so der Geriatrie-Experte.
Die Veranstaltung am 18. März richtet sich an Mediziner und interessierte medizinische Laien. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
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